Perspektive
zur Debatte vom 05. April 2026
Sollten junge Menschen bereits ab 16 Jahren wählen dürfen? Pro
Schülerin: Wählen mit 16 könnte gegen Politikverdrossenheit helfen
Die Perspektive in 30 Sekunden
Schülerpraktikantin Emma Hell fordert beim öffentlich-rechtlichen WESTDEUTSCHEN RUNDFUNK (WDR), dass Jugendliche ab 16 Jahren wählen dürfen. In ihrem Meinungsbeitrag argumentiert sie, dass eine frühere Teilhabe an demokratischen Prozessen das Interesse für und Vertrauen in die Politik stärken kann.
In unserer alternden Gesellschaft werden jüngere Generationen immer weniger repräsentiert, schreibt Hell. Durch ein jüngeres Wahlalter würde deshalb die Demokratie gestärkt und vielleicht sogar der Politikverdrossenheit vorgebeugt. „Junge Menschen meinen oft, dass sie nichts verändern könnten und sehr wenig politisches Mitbestimmungsrecht hätten – teilweise zu Recht“, findet Hell. Die Schülerin ist bei der nächsten Landtagswahl 17 Jahre alt und möchte ihre Stimme abgeben, um „ein kleines bisschen selbst mitgestalten zu können“.
Zwar könnte man einwerfen, dass Minderjährige nicht die gleichen Rechte und Pflichten haben wie Volljährige und deswegen auch nicht so wichtige Entscheidungen treffen sollten. Für Hell gilt das Argument jedoch nicht, da 16-Jährige bereits bei Europa- und Kommunalwahlen und auch bei Landtagswahlen wie in Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern mitentscheiden dürfen.
Anmerkung der Redaktion
Emma Hell hat im Oktober 2025 ein Schülerpraktikum in der landespolitischen Redaktion des WDR absolviert.
Der WESTDEUTSCHE RUNDFUNK (WDR) ist die größte der neun öffentlich-rechtlichen Landesrundfunkanstalten der ARD. Der WDR hat seinen Sitz in Köln und ist die Landesrundfunkanstalt für das Bundesland Nordrhein-Westfalen. Intendantin ist Katrin Vernau. Er entstand 1956, als sich der NWDR in den NDR und den WDR aufteilte. Als Teil des öffentlich-rechtlichen Rundfunks finanziert sich der WDR über den Rundfunkbeitrag und unterliegt dabei strengen Auflagen. Die Sendeanstalt hat sechs Radioprogramme und einen Fernsehsender, zu deren bekanntesten Programmen unter anderem der Radiosender „1 Live“, die „Sportschau“ oder das Kinderangebot „Die Sendung mit der Maus“ gehören. Laut eigenen Angaben ist der Sender nach Anzahl der Beschäftigten das zweitgrößte Medienunternehmen Europas hinter der britischen BBC. Laut einer Media-Analyse (ma Audio 2025 II) erreichen alle Radiosender des WDR zusammen rund 8 Millionen Zuhörer:innen jeden Tag. Der Webauftritt des WDR hatte im März 2026 laut Similarweb rund 16,3 Millionen Besuche zu verzeichnen.
Originalartikel
Wählen ab 16 - gegen die Politikverdrossenheit!
WESTDEUTSCHER RUNDFUNK (WDR)
Emma Hell 10.10.2025 ·
2 Minuten ·
Deutsch
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