Perspektive

zur Debatte vom 17. Mai 2026
Ist es an der Zeit für ein Tempolimit auf deutschen Straßen?
Analyse

Warum bremst die Politik bei einem Thema, für das sich eine Mehrheit ausspricht?

Die Perspektive in 30 Sekunden

In Umfragen spricht sich eine knappe Mehrheit der Deutschen für ein Tempolimit auf Autobahnen und Landstraßen aus. Dennoch bremst die Politik bei diesem Thema. Warum ist das so? Das analysiert Mobilitätsredakteur beim Nachrichtenportal T-ONLINE.

Abrahamczyk glaubt, dass es hier vor allem um den Begriff der Freiheit geht. Autobahnen gelten ihm zufolge in diesem Zusammenhang als letzter Raum unbegrenzter Selbstbestimmung. Doch der Redakteur weist auch darauf hin, dass man in einer modernen Gesellschaft die Freiheit mit anderen Aspekten wie Sicherheit abwägen muss. Genau deshalb werden auch Schusswaffenverbote oder Promillegrenzen akzeptiert, so Abrahamczyk.

Die Politik scheut beim Tempolimit aber vor einer Entscheidung zurück, weil sie unangenehme Debatten vermeiden möchte, glaubt der Mobilitätsredakteur. So entsteht ihm nach ein politischer Reflex: „lieber entlasten als verändern, lieber verteilen als begrenzen, lieber vermeiden als entscheiden.“ In Abrahamczyks Ansicht macht es sich die Politik damit zu bequem.

Anmerkung der Redaktion

T-ONLINE ist ein deutsches Nachrichtenportal. Es wurde 1995 von der Deutschen Telekom als Onlinedienst gegründet. Seit 2017 entstehen die Inhalte in der Zentralredaktion Berlin unter Chefredakteur , der früher SPIEGEL ONLINE leitete. Neben der Nachrichtenplattform ist T-ONLINE auch Anbieter für E-Mail-Adressen und den Telekom-Kundenservice. Während Kundenservice und E-Mail-Adressen zur Telekom gehören, ist das Nachrichtenportal seit 2015 Teil des Medienunternehmens Ströer, welches die umgehend umstrukturierte. Ziel ist es laut dem Branchen-Magazin MEEDIA, die Plattform „vom ehemaligen Beiprodukt zum hochkarätig besetzten Nachrichtenportal“ umzubauen. Heute veröffentlicht T-ONLINE eine Mischung aus redaktionellen und werblichen bzw. Service-Inhalten, Nachrichten, Meinungen und Erklärformaten zum aktuellen Weltgeschehen in verschiedenen Rubriken. Chefredakteur Harms schrieb 2024, T-ONLINE rechne sich „keinem politischen oder weltanschaulichen Lager zu“, sondern wolle die Mitte der Gesellschaft repräsentieren – „natürlich stets auf dem Boden der demokratischen, freiheitlichen und rechtsstaatlichen Grundordnung“. 2020 berichtete MEDIENINSIDER über einen hohen Arbeitsdruck in der Redaktion und kritisierte einen Rückgang weiblicher Führungskräfte. 2023 berichtete BUSINESS INSIDER, dass die Nachrichtenseite zwar ungewöhnlich gewinnbringend sei, viele Beschäftigte aber niedrige Gehälter und fehlende Erhöhungen kritisierten. Die Website von T-ONLINE wurde im März 2026 laut Similarweb 124,4 Millionen Mal aufgerufen. Ein Großteil des Traffics kommt allerdings über den E-Mail-Service von T-ONLINE zustande. T-ONLINE gehört dem Unternehmen Ströer SE & Co. KG aA, das zu 40 % seinen beiden Gründern gehört. Weitere Anteile gehören Investmentgesellschaften und der JP Morgan Chase Bank, einer der größten US-Banken.

Originalartikel
Sie haben Angst
T-ONLINEMarkus Abrahamczyk
14.04.2026 · 2 Minuten · Deutsch
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