Perspektive
zur Debatte vom 07. September 2025
Ist ein Handyverbot an Schulen sinnvoll? Hintergrund
Was man zu Handyverboten an Schulen wissen muss
Die Perspektive in 30 Sekunden
Mit dem Beginn des neuen Schuljahres gibt es auch Diskussionen über ein mögliches Handyverbot an Schulen. In anderen Ländern gilt bereits ein Handyverbot, hierzulande entscheiden die Bundesländer selbst. Für die Nachrichtenseite des öffentlich-rechtlichen ZDF hat Reporter Philip Traxel einen Überblick darüber zusammengestellt, wie die Bundesländer damit umgehen.
Demnach haben zum Start des neuen Schuljahres Brandenburg, Bremen, Hessen, Schleswig-Holstein und Thüringen ihre Vorschriften verschärft und setzen verstärkt auf Verbote – vor allem in Grundschulen. „Ziel ist es, die private Handynutzung weitgehend aus den Schulen zu verbannen, um die Konzentration zu fördern und die sozialen Kompetenzen der Kinder und Jugendlichen zu stärken“, erläutert Traxel.
Wenn die Bundesländer kein generelles Verbot erlassen, können die Schulen selbst entscheiden, ob sie Verbote einführen oder die Handynutzung auf andere Weise regeln. Laut Traxel beziehen sich die Verbote ausschließlich auf die Nutzung, nicht auf das Mitbringen von Smartphones. Die praktische Wirksamkeit von Verboten für den Schulalltag ist daher umstritten. Fachleute finden es wichtiger, den Kindern und Jugendlichen Medienkompetenz beizubringen, so Traxel.
Anmerkung der Redaktion
Philip Traxel ist Journalist. Beim ZDF berichtet er für die Redaktion Recht & Justiz. Zuletzt hat er sich mit dem Fall des Satirikers Sebastian Hotz alias El Hotzo auseinandergesetzt, der sich wegen umstrittenen Posts zum Attentat auf US-Präsident Donald Trump vor Gericht verantworten musste. Er wurde freigesprochen.
ZDF.DE ist die Onlinepräsenz des öffentlich-rechtlichen ZWEITEN DEUTSCHEN FERNSEHENS (ZDF). Das ZDF ist eine der größten Sendeanstalten in Europa und hat seinen Sitz in Mainz. Intendant ist Norbert Himmler, Chefredakteurin ist Bettina Schausten. Das ZDF wurde 1963 gegründet. Als Teil des öffentlich-rechtlichen Rundfunks finanziert sich der Sender vor allem über den Rundfunkbeitrag und ist per Programmauftrag dazu verpflichtet, objektiv und ausgewogen zu berichten. Die Finanzlage des Senders ist öffentlich frei einsehbar. Der Einfluss der ZDF-Aufsichtsgremien (Fernsehrat, Verwaltungsrat), die hochrangig politisch besetzt sind, gilt als stark. Nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts 2014 darf im Verwaltungsrat maximal ein Drittel der Mitglieder „staatsnah“ besetzt sein, derzeit sind das unter anderem der sachsen-anhaltinische Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU), der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und die mecklenburg-vorpommersche Ministerpräsidentin Manuela Schleswig (SPD). Diese Drittelquote wird teilweise immer noch als zu hoch kritisiert, da der öffentlich-rechtliche Rundfunk laut eigenem Auftrag explizit unabhängig vom Staat sein sollte. Laut dem Institut für Medien- und Kommunikationspolitik orientiert sich der Sender medienpolitisch an der britischen BBC und setzt verstärkt auf eine Präsenz im Internet. Die dauerhafte Herausforderung des ZDFs ist seit Jahren dennoch die Bindung jüngerer Publikumsschichten. Der Sender beteiligt sich an den TV-Programmen KIKA, 3SAT, ARTE und PHOENIX. Die Websites des ZDF und des ZDFHEUTE zusammen verzeichneten im März 2026 48,5 Millionen Aufrufe (Quelle: Similarweb).
Originalartikel
Strengere Handyregeln zum Unterrichtsstart
ZDF
Philip Traxel 24.08.2025 ·
4 Minuten ·
Deutsch
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