Perspektive
zur Debatte vom 05. April 2026
Sollten junge Menschen bereits ab 16 Jahren wählen dürfen? Pro
Wenn über die Zukunft entschieden wird, muss die Jugend auf jeden Fall mitreden
Die Perspektive in 30 Sekunden
Felix Kühn spricht sich klar dafür aus, dass junge Menschen in Deutschland ab 16 Jahren wählen dürfen. Denn laut Kühn geht es dabei um politische Entscheidungen für die Zukunft. „Eine Zukunft, die vor allem die jetzige Jugend durchlebt“, wie der Redakteur beim Sender WELT TV betont.
Kühn appelliert in seinem Meinungsbeitrag an die Eigenverantwortung. „Wer sich in diesem Alter selbst nicht für reif genug hält, eine Wahlentscheidung zu treffen, soll der Wahl schlichtweg fernbleiben“, empfiehlt er. In so einem Fall kann man warten, bis man sich bereit für diese Verantwortung fühlt. Den Widerstand der älteren Generation gegen ein Wahlalter ab 16 Jahren kann Kühn jedenfalls nicht nachvollziehen.
Ob einem das Ergebnis gefällt oder nicht, ist für Kühn ebenso unwichtig. Es spielt in seinen Augen keine Rolle, ob uns die Wahlentscheidung anderer passt oder nicht. Kühns Haltung ist daher klar: „In dieser Demokratie sollten alle, die alt genug und langfristig davon betroffen sind, befähigt sein, bei einer Wahl ihr Häkchen zu setzen.“
Anmerkung der Redaktion
Felix Kühn arbeitet seit Juli 2024 bei der WELT im Ressort Nachrichten und Gesellschaft und als freier Mitarbeiter bei der LANDSHUTER ZEITUNG. 2023 machte er sein Abitur am Gymnasium Ergolding, im Januar 2024 folgte ein Volontariat an der Axel Springer Academy of Journalism and Technology.
DIE WELT ist eine überregionale Tageszeitung mit Sitz in Berlin. Sie wurde 1946 gegründet und erschien im vierten Quartal 2025 in einer verkauften Auflage von rund 90.000 Exemplaren. Die Auflagenzahl ist damit im Vergleich zu 2024 stark eingebrochen. Gleichzeitig gehörte die Website der WELT im März 2026 mit rund 90,5 Millionen Besuchen zu den meistbesuchten Nachrichten-Websites in Deutschland. Die politische Ausrichtung der WELT gilt als bürgerlich-konservativ. In ökonomischen Fragen positioniert sich die Zeitung meist wirtschaftsliberal. Das Goethe-Institut urteilt, DIE WELT ziele in ihrer Printausgabe auf „mittelständische Unternehmer und Selbstständige, die konservative Werte schätzen“. WELT-Autor:innen bekennen sich zu den Leitlinien des Axel-Springer-Verlages, die unter anderem ein Eintreten für „die freie und soziale Marktwirtschaft“ sowie Solidarität mit den USA und Israel fordern. DIE WELT hat bereits mehrfach Rügen vom Deutschen Presserat erhalten, weil in einigen Artikeln journalistische Grundsätze verletzt wurden. Immer wieder wird außerdem Kritik laut, dass die WELT mit ihrer Berichterstattung verschwörungstheoretische oder rechtsextremistische Narrative bedient – so etwa mit klimaskeptischer Positionierung. Zwei Monate vor der Bundestagswahl 2025 veröffentlichte die WELT AM SONNTAG einen Gastartikel des US-Techmilliardärs Elon Musk, in dem dieser für die AfD warb. Das sorgte für heftige Proteste, auch innerhalb der Zeitung, bei denen es auch zu Protestkündigungen kam. Zur Welt-Gruppe gehören außerdem der Fernsehsender WELT (früher N24) und die WELT AM SONNTAG. Sie gehören seit 2026 zur PREMIUM-GRUPPE, der auch POLITICO und BUSINESS INSIDER angehören. Ihr Chefredakteur ist Helge Fuhst, der Herausgeber Ulf Poschardt. Die PREMIUM-GRUPPE gehört dem Axel-Springer-Konzern, zu dem auch Titel wie die BILD-Zeitung und die regionale B.Z. gehören.
Originalartikel
Angst vor der Jugend? Natürlich sollten 16- und 17-Jährige wählen dürfen
DIE WELT
Felix Kühn 09.03.2026 ·
2 Minuten ·
Deutsch
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