Perspektive

zur Debatte vom 18. Januar 2026
Sollte Jugendlichen der Zugang zu Alkohol erschwert werden?
Blick ins Ausland

Wie andere Länder den Umgang mit Alkohol handhaben

Die Perspektive in 30 Sekunden

In Deutschland können Jugendliche im Beisein der Eltern bereits mit 14 Jahren Bier, Wein oder Sekt trinken, der Kauf dieser alkoholischen Getränke ist aber erst mit 16 Jahren möglich. Das Nachrichtenmagazin STERN hat sich einmal angesehen, welche Regeln es in anderen Ländern zum Umgang mit Alkohol gibt.

Bei Deutschlands Nachbarn Dänemark kann man demnach beispielsweise ab 16 Jahren legal Wein und Bier kaufen. Ähnliches gilt laut STERN in Frankreich, Großbritannien, der Schweiz und Österreich. In Italien und Spanien hingegen dürfen Minderjährige überhaupt keinen Alkohol kaufen.

In Nord-, Süd- und Mittelamerika liegt die Altersgrenze für Alkoholkauf und -konsum in der Regel zwischen 18 und 21 Jahren. Ausnahmen gibt es wenige: Ein Mindestalter von 16 Jahren gibt es laut STERN nur in Barbados, Grenada, St. Nevis und St. Kitts; in Nicaragua ist Alkohol ab 14 Jahren im Restaurant erlaubt.

Gänzlich verboten sind Alkoholkauf und -konsum dem STERN zufolge für alle Staatsangehörigen und/oder Muslime beispielsweise in Afghanistan, Iran und Saudi-Arabien. Wer dagegen verstößt, kann dafür laut STERN ins Gefängnis kommen. Auch in Indien herrscht – je nach Bundesstaat – entweder ein Komplettverbot oder die Altersgrenze liegt vergleichsweise hoch. In der Hauptstadt Neu-Delhi zum Beispiel bei 25 Jahren. „Überhaupt findet sich kein Staat in Asien, in dem man als unter 18-Jähriger legal an Alkohol kommt“, heißt es beim STERN.

In Afrika wiederum haben mehrere Staaten überhaupt keine Gesetze, die den Schutz Jugendlicher vor Alkohol regeln. Am frühesten dürfen Teenager mit 16 Jahren in Gambia trinken, am spätesten mit 25 Jahren die Bewohner Eritreas.

Anmerkung der Redaktion

Der STERN ist ein Wochenmagazin mit Sitz in Hamburg. Das Magazin hat seit seiner Gründung durch den bekannten Journalisten Henri Nannen im Jahr 1948 die deutsche Medienlandschaft maßgeblich geprägt. In der politischen Grundausrichtung beschreibt das Goethe-Institut den STERN als „tendenziell eher links“. Das Magazin beleuchtet politische und gesellschaftliche Themen, bietet klassische Reportagen und porträtiert Prominente. Ein besonderer Fokus liegt auf Fotografie. Der STERN hat bereits mehrmals Rügen des Deutschen Presserats erhalten. Ein Meilenstein in der deutschen Debattenkultur war die STERN-Titelgeschichte „Wir haben abgetrieben!“ im Jahr 1971, in der sich zahlreiche Frauen öffentlich zur Abtreibung bekannten, was den Anstoß zur Reform des § 218 gab. 1983 kam es zum Skandal, nachdem der STERN vermeintliche Auszüge aus den Tagebüchern Adolf Hitlers veröffentlicht hatte, die sich als Fälschung herausstellten. Viele sehen darin einen bedeutenden Einschnitt in die Glaubwürdigkeit des Magazins. Die Plattform ÜBERMEDIEN, die sich auf Meta-Ebene mit deutschen Medien auseinandersetzt, skizziert den STERN als „Zentralorgan der sozialliberalen Siebzigerjahre“, das über die Zeit zunehmend an Bedeutung und Aussagekraft verloren hat. „Wirtschaftsfreundliches Grundgerüst, grüner Lifestyle, ein bisschen Verträumtheit, ein bisschen Eskapismus, aber doch auch das eine oder andere edgy Thema“, finde man im STERN. Das Magazin gehört zum Verlag GRUNER + JAHR, der zur Mediengruppe RTL Deutschland gehört, an dem der Medienkonzern Bertelsmann einen Großteil der Anteile hält. Zu RTL gehören unter anderem die Marken RTL, VOX, CAPITAL und NTV. Der Webauftritt vom STERN hatte im März 2026 25,9 Millionen Besuche zu verzeichnen (Quelle: Similarweb). Die verkaufte Auflage lag im vierten Quartal 2025 bei rund 264.000 Exemplaren (IVW) und ist damit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurückgegangen. Chefredakteur des STERNS ist .

Originalartikel
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STERN
11.07.2024 · 2 Minuten · Deutsch
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