Perspektive

zur Debatte vom 07. Juni 2026
Sehnsucht nach dem Mega-Event: Sollte Deutschland sich wieder um Olympische Spiele bewerben?
Hintergrund

Wie die Spiele wieder nach Deutschland kommen sollen

Die Perspektive in 30 Sekunden

1972 fanden zum letzten Mal Olympische Spiele in Deutschland statt. Nach über 50 Jahren soll Olympia wieder in die Bundesrepublik kommen. Dabei geht es um die Sommerspiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044. Die Hintergründe dazu hat der öffentlich-rechtliche DEUTSCHLANDFUNK in einem Überblick zusammengestellt.

Laut dem Überblick hat es in den vergangenen 20 Jahren sieben fehlgeschlagene Bewerbungen für die Olympischen Sommer- oder Winterspiele gegeben. Als Lerneffekt aus diesen Niederlagen will der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) beim aktuellen Auswahlprozess die Bevölkerung stärker einbeziehen. Als mögliche Austragungsorte sind vier Städte oder Regionen ausgewählt worden: Berlin, Hamburg, München und die Region Rhein-Ruhr. Sie sollten bis Juni 2026 bei Volksbefragungen die Meinung der Bevölkerung einholen. In München und der Rhein-Ruhr-Region hat die Bevölkerung mehrheitlich für die Spiele gestimmt, in Hamburg dagegen. In Berlin ist kein Referendum vorgesehen.

Die endgültige Entscheidung über den deutschen Bewerber soll im Herbst 2026 fallen. Als Grundlage dient eine gemeinsam mit dem Bund entwickelte Bewertungsmatrix. Dabei geht es um die internationale Strahlkraft, aber auch um Impulse für die Stadtentwicklung, Sportinfrastruktur wie Schwimmbäder und Sportplätze, die durch Olympia entstehen sollen, und gesellschaftliche Identifikation. Allerdings ist offen, ob Deutschland letztlich tatsächlich den Zuschlag erhält. Denn auch andere Städte wollen sich bewerben, darunter in Europa beispielsweise London und Budapest.

Anmerkung der Redaktion

ist eine deutsche Journalistin und Sportreporterin. Sie ist bei vielen Sportevents direkt vor Ort und kommentiert das Geschehen, meist bei der DEUTSCHEN WELLE oder dem DEUTSCHLANDFUNK. Ende 2020 kommentierte sie das Verhalten des Fußballspielers Max Kruse in der COVID-19-Pandemie als „fatales Signal“, nach dem dieser ohne Mundschutz und Abstand in einer Bar Karten spielte – und so die DFL-Vorschriften zur Pandemie, man solle möglichst in der Wohnung bleiben, missachtete.

Der DEUTSCHLANDFUNK (DLF) ist 1962 als Teil des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gegründet worden und hat seinen Sitz in Köln. Chefredakteurin ist seit 2026 Susanne Schwarzbach. Der DEUTSCHLANDFUNK ist neben DEUTSCHLANDFUNK NOVA und DEUTSCHLANDFUNK KULTUR eines der drei bundesweiten Hörfunkprogramme des DEUTSCHLANDRADIOS, das zusammen mit ARD und ZDF den öffentlich-rechtlichen Rundfunk bildet, sich also zum Großteil über Rundfunkgebühren finanziert. Das Programm hat einen Wortanteil von 80 Prozent und beschäftigt sich besonders tagsüber mit tagesaktuellen Geschehnissen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. In den Abendstunden liegt der programmatische Schwerpunkt auf Kulturthemen wie Musik, Hörspielen, Lesungen und entsprechenden Berichten. Der DEUTSCHLANDFUNK sendet klassisch linear, jedoch betreibt er auch eine umfangreiche Audiothek und diverse Podcasts, wo Inhalte auch nicht-linear konsumiert werden können. Mit diesem On-Demand-Angebot hat man sich mittlerweile ein Stammpublikum aufgebaut und erreichte 2024 durchschnittlich vier Millionen Besuche pro Monat. Das Radioprogramm des DEUTSCHLANDFUNKS erreichte nach Befragungsdaten der MA 2025 Audio II einen Rekordwert von 2,64 Millionen Hörer:innen zwischen Montag und Freitag. Damit ist es das meistgehörte Informationsprogramm und liegt auf Platz 6 aller Radioprogramme. Die DEUTSCHLANDFUNK-Website wurde im März 2026 ca. 12,4 Millionen Mal besucht (Quelle: Similarweb).

Originalartikel
Deutschlands neue Olympia-Strategie
DEUTSCHLANDFUNKOlivia Gerstenberger
30.10.2025 · 4 Minuten · Deutsch
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