Perspektive
zur Debatte vom 15. Februar 2026Reizwort „Lifestyle-Teilzeit“: Sollten die Deutschen mehr Vollzeit arbeiten, um die Wirtschaft anzukurbeln?
Wie es um die Teilzeit in Deutschland steht
Die Perspektive in 30 Sekunden
Aktuell wird in Deutschland kontrovers über eine „Lifestyle-Teilzeit“ diskutiert. Der Vorwurf lautet, dass viele Deutsche nicht in Vollzeit arbeiten, obwohl sie das könnten. Die
In Deutschland ist demnach ein grundsätzlicher Anspruch auf Teilzeitarbeit gesetzlich verankert. Wer in Vollzeit arbeitet, kann also eine Verringerung der Arbeitszeit verlangen. Im Artikel werden zwei Bedingungen für den Anspruch genannt: Das Arbeitsverhältnis muss mehr als sechs Monate bestanden haben und der Arbeitgeber muss mehr als 15 Personen beschäftigen. Unter bestimmten Bedingungen könne der Arbeitgeber den Antrag auf Teilzeit allerdings ablehnen.
Laut dem Statistischen Bundesamt hat Deutschland eine der höchsten Teilzeitquoten in der EU, so die Redaktion. Im dritten Quartal 2025 habe diese Quote nach Angaben des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) mit 40,1 Prozent den höchsten Wert erreicht. Ein Großteil der Teilzeitbeschäftigten sind Frauen, erklärt das TAGESSCHAU-Team. Im Jahr 2024 seien etwa 49 Prozent der Frauen teilzeitbeschäftigt gewesen – also fast jede zweite Frau.
Für den Anstieg an Teilzeitangestellten gibt es laut der Redaktion mehrere Gründe. Zum einen sind ihr zufolge viele Arbeitsplätze in Branchen geschaffen worden, in denen oft in Teilzeit gearbeitet wird. Dazu gehört laut dem IAB etwa das Gesundheits- und Sozialwesen. Im Vergleich dazu seien viele Vollzeitarbeitsstellen weggefallen – etwa in der Industrie. Ein weiterer Faktor sei die steigende Beteiligung von Frauen und älteren Menschen am Arbeitsmarkt, die oft in Teilzeit arbeiten.
Anmerkung der Redaktion
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