Perspektive
zur Debatte vom 07. Juni 2026
Sehnsucht nach dem Mega-Event: Sollte Deutschland sich wieder um Olympische Spiele bewerben? Analyse
Wie wichtig ist Olympia für den Sportnachwuchs?
Die Perspektive in 30 Sekunden
Die Liveübertragung der Olympischen Spiele fasziniert viele Menschen. Aber bringt es sie auch dazu, selber sportlich aktiv zu werden? Dazu hat die Sportwissenschaftlerin Jannika John von der Universität Tübingen geforscht. Im Interview beim öffentlich-rechtlichen Hörfunkprogramm WDR5 berichtet sie über ihre Erkenntnisse.
Demnach können sich Nachwuchssportler:innen vielleicht kurzfristig angespornt fühlen, selber für olympisches Gold zu trainieren. Allerdings braucht es dafür laut John vor allem den direkten Kontakt mit echten Athlet:innen. „Nur das Fernsehen reicht da nicht aus“, macht sie deutlich. Daraus zieht sie den Schluss, dass internationale Spitzensportler:innen verstärkt in Kontakt mit dem Nachwuchs gehen sollten.
Darüber hinaus haben John und ihr Team festgestellt, dass sportliche Großturniere mit einer breiten Medienberichterstattung bei vielen Menschen eine gute Grundstimmung und einen „positiven Nationalstolz“ erzeugen. Damit tragen sie laut John zum gesellschaftlichen Zusammenhalt bei – vorausgesetzt allerdings, es gibt viele Medaillen für deutsche Teilnehmende.
Anmerkung der Redaktion
Jannika John ist eine deutsche Sportwissenschaftlerin mit dem Schwerpunkt Sportsoziologie. Derzeit ist sie als Akademische Rätin am Institut für Sportwissenschaft an der Universität Tübingen tätig. Sie veröffentlicht in zahlreichen Fachpublikationen. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören Gesundheit und Verletzungen im Spitzensport, gesellschaftliche Funktionen des Spitzensports oder auch Talent und Hochbegabung.
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Originalartikel
Wie wichtig ist Olympia für den Sport-Nachwuchs?
WDR5
Jannika John 16.02.2026 ·
5 Minuten ·
Deutsch
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