Perspektive
zur Debatte vom 05. April 2026
Sollten junge Menschen bereits ab 16 Jahren wählen dürfen? Hintergrund
Wo Wählen mit 16 möglich ist – und wie junge Wähler entscheiden
Die Perspektive in 30 Sekunden
Vor dem Hintergrund der Landtagswahlen im Jahr 2026 hat die Redaktion des Nachrichtenportals T-ONLINE einen Überblick darüber zusammengestellt, wo man bereits mit 16 Jahren wählen kann. Außerdem wird beleuchtet, wie die Parteien bei vergangenen Wahlen bei der jüngeren Wählerschaft abschnitten.
Ein Wahlalter von 16 Jahren gilt demnach in Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Berlin und Mecklenburg-Vorpommern halten im September 2026 Landtagswahlen ab.
Auch bei der Europawahl 2024 durften erstmals deutschlandweit Jugendliche ab 16 Jahren abstimmen, so T-ONLINE. Bei der Bundestagswahl jedoch bleibt es – wie zuletzt im Februar 2025 – beim Wahlalter von 18 Jahren.
Zuletzt hatten vor allem AfD und Linke bei der Bundestagswahl 2025 stark unter den jungen Wählerschichten ab 18 abgeschnitten. Vor allem zeigt sich laut der T-ONLINE-Redaktion, dass soziale Medien bei der Wahlentscheidung eine wichtige Rolle spielen, allen voran TikTok: „Demnach nehmen 48 Prozent aller TikTok-User mindestens einmal wöchentlich Polit-Inhalte auf der Plattform wahr.“
Anmerkung der Redaktion
T-ONLINE ist ein deutsches Nachrichtenportal. Es wurde 1995 von der Deutschen Telekom als Onlinedienst gegründet. Seit 2017 entstehen die Inhalte in der Zentralredaktion Berlin unter Chefredakteur Florian Harms, der früher SPIEGEL ONLINE leitete. Neben der Nachrichtenplattform ist T-ONLINE auch Anbieter für E-Mail-Adressen und den Telekom-Kundenservice. Während Kundenservice und E-Mail-Adressen zur Telekom gehören, ist das Nachrichtenportal seit 2015 Teil des Medienunternehmens Ströer, welches die Redaktion umgehend umstrukturierte. Ziel ist es laut dem Branchen-Magazin MEEDIA, die Plattform „vom ehemaligen Beiprodukt zum hochkarätig besetzten Nachrichtenportal“ umzubauen. Heute veröffentlicht T-ONLINE eine Mischung aus redaktionellen und werblichen bzw. Service-Inhalten, Nachrichten, Meinungen und Erklärformaten zum aktuellen Weltgeschehen in verschiedenen Rubriken. Chefredakteur Harms schrieb 2024, T-ONLINE rechne sich „keinem politischen oder weltanschaulichen Lager zu“, sondern wolle die Mitte der Gesellschaft repräsentieren – „natürlich stets auf dem Boden der demokratischen, freiheitlichen und rechtsstaatlichen Grundordnung“. 2020 berichtete MEDIENINSIDER über einen hohen Arbeitsdruck in der Redaktion und kritisierte einen Rückgang weiblicher Führungskräfte. 2023 berichtete BUSINESS INSIDER, dass die Nachrichtenseite zwar ungewöhnlich gewinnbringend sei, viele Beschäftigte aber niedrige Gehälter und fehlende Erhöhungen kritisierten. Die Website von T-ONLINE wurde im März 2026 laut Similarweb 124,4 Millionen Mal aufgerufen. Ein Großteil des Traffics kommt allerdings über den E-Mail-Service von T-ONLINE zustande. T-ONLINE gehört dem Unternehmen Ströer SE & Co. KG aA, das zu 40 % seinen beiden Gründern gehört. Weitere Anteile gehören Investmentgesellschaften und der JP Morgan Chase Bank, einer der größten US-Banken.
Originalartikel
Wählen mit 16: Drei Bundesländer wagen das Experiment
T-ONLINE 10.01.2026 ·
6 Minuten ·
Deutsch
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🔓 Zum Redaktionsschluss war der Originalartikel frei verfügbar