Perspektive
zum Tagesthema vom 23. Dezember 2024
Die 24 lehrreichsten Hintergründe und Erklärstücke des Jahres 2024 Hintergrund
Was ist die Schuldenbremse und wie funktioniert sie?
Die Perspektive in 30 Sekunden
Bei der BERLINER MORGENPOST hat Redakteurin Carlotta Richter zusammengetragen, was man über die Schuldenbremse wissen muss. Diese soll die Neuverschuldung in Deutschland begrenzen. „Konkret besagt sie, dass Bund und Länder ihre Haushaltsdefizite nicht mehr durch die Aufnahme von Krediten ausgleichen dürfen“, erläutert Richter. „Das heißt, Deutschland darf nicht wesentlich mehr ausgeben als einnehmen.“ Damit solle die langfristige Tragfähigkeit der Haushalte gesichert werden.
Während die Länder überhaupt keine Schulden mehr machen dürfen, hat der Bund laut Richter zumindest einen kleinen Spielraum. Die Höhe der möglichen Schulden hänge dabei von der Wirtschaftsleistung ab. Jedes Jahr ist eine Nettokreditaufnahme in Höhe von maximal 0,35 Prozent des Bruttoinlandsprodukts gestattet, so Richter – 2022 entsprach das 12,5 Milliarden Euro. „Zusätzlich muss der Bund für die neu aufgenommenen Schulden einen konkreten Plan zur Tilgung vorlegen“, informiert die Redakteurin.
Die Schuldenbremse wurde laut der MORGENPOST-Redakteurin 2009 im Grundgesetz verankert. Auslöser damals seien die hohen Schulden als Folge der Finanzkrise in den Jahren 2007 und 2008 gewesen. In außergewöhnlichen Notsituationen und bei Naturkatastrophen könne die Schuldenbremse ausgesetzt werden. Davon hat der Bundestag laut Richter von 2020 bis 2022 Gebrauch gemacht – zunächst wegen der COVID-19-Pandemie und dann wegen der Energie-Krise infolge des Ukraine-Krieges.
Anmerkung der Redaktion
Carlotta Richter ist Redakteurin bei der FUNKE-Zentralredaktion in Berlin, die die Regionalmedien der FUNKE-Mediengruppe beliefert. Richter hat in München Germanistik im Bachelor sowie Film- und Medienkulturforschung im Master studiert. Während ihres Masters arbeitete sie als Werkstudentin beim FOCUS. Seither ist sie seit September 2021 bei der FUNKE-Zentralredaktion tätig.
Die BERLINER MORGENPOST ist eine deutsche Tageszeitung aus Berlin. Sie gehört zur Funke Mediengruppe, die verkaufte Auflage lag im ersten Quartal 2026 laut IVW bei rund 30.000 Exemplaren. Leopold Ullstein gründete die Zeitung 1898 und verlegte sie, bis sie 1959 vom Axel-Springer-Verlag und 2014 schließlich von der Funke Mediengruppe gekauft wurde. Ihre überregionalen Inhalte erhält die Redaktion aus der Funke-Zentralredaktion. Schwestermedien der Zeitung, die auch zu Funke gehören, sind etwa die WESTDEUTSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG (WAZ), die WESTFÄLISCHE RUNDSCHAU und das HAMBURGER ABENDBLATT. Außerdem gehören zu Funke die Magazine BILD DER FRAU, BRIGITTE und GALA. Die politische Ausrichtung der BERLINER MORGENPOST gilt als bürgerlich-konservativ, die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG bezeichnet sie als „konservative Gegenstimme zum Tagesspiegel“ – insbesondere unter ihrer ehemaligen Chefredakteurin Christine Richter. Seit der überraschenden Absetzung von Richter im Jahr 2023 ist Peter Schink Chefredakteur. Die BERLINER MORGENPOST finanziert sich über ein Abo-Modell und Anzeigen. Der Webauftritt der Zeitung hatte im März 2026 15,9 Millionen Besuche zu verzeichnen (Quelle: Similarweb).
Originalartikel
Was ist die Schuldenbremse und wie funktioniert sie?
BERLINER MORGENPOST
Carlotta Richter 22.11.2023 ·
3 Minuten ·
Deutsch
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