Debatte

🗳 Sollte Cannabis legalisiert werden?

Debatte - 01.09.2021 | 10 Perspektiven

Bei einem Spaziergang durch die Hauptstadt gehört ein dezenter Marihuana-Geruch, der einem an manchen Ecken in die Nase steigt, schon fast dazu. Und auch im Rest der Republik sieht man Menschen mit brennenden Joints im Park oder Schwimmbad sitzen. Dass der Konsum von Cannabis in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist, zeigen auch die Zahlen der EU-Drogenbehörde: Über 40 Prozent der jungen Erwachsenen in Deutschland geben an, schon mal gekifft zu haben. Um an Gras zu kommen, mussten sie sich jedoch strafbar machen. Denn der Besitz von Cannabis ist in Deutschland verboten.

Mit der bevorstehenden Bundestagswahl könnte sich das ändern.Denn bis auf CDU/CSU und AfD sprechen sich alle im Bundestag vertretenen Parteien entweder für eine Legalisierung von Cannabis aus oder wollen zumindest Schritte in diese Richtung wagen. In anderen Ländern wie Portugal oder Mexiko ist der Besitz von Cannabis mittlerweile legal und auch in vielen Regionen der Vereinigten Staaten kann man auf legalem Weg Gras kaufen. Was Kiffer:innen freuen dürfte, sehen aber so manche Expert:innen kritisch. Cannabis sei nicht so unbedenklich, wie oft angenommen. „Permanent wird diese Droge verharmlost, so getan, als wäre Cannabis nicht schädlich“, kritisiert etwa Jugendpsychiater Christoph Möller. Kiffende Jugendliche würden oft später zu härteren Drogen greifen, warnt er. Außerdem könne die Droge bleibende Gehirnschäden verursachen und mache süchtig.

Sollte man bei der Bundestagswahl also für Parteien stimmen, die die Legalisierung von Cannabis befürworten? Oder Parteien wie CDU und AfD wählen, die kontrollierten Freigabe der Droge kritisch gegenüberstehen? Welche Argumente sprechen dafür? Welche dagegen?

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