Perspektive

zur Debatte vom 11. Mai 2025
Schützt man die Demokratie, wenn man die AfD verbietet?
Pro

Rechte Gewalt ist auch wegen der AfD regelrecht explodiert – die Partei gehört verboten

Die Perspektive in 30 Sekunden

ist klar für ein Verbotsverfahren gegen die AfD, um die Demokratie zu schützen und Gewalttaten vorzubeugen. In der Tageszeitung TAZ erinnert der Redakteur daran, dass die Partei seit ihrer Gründung immer radikaler geworden ist. Joswig glaubt: „Rechte Gewalt ist auch wegen der AfD regelrecht explodiert.“

Die AfD ist seit ihrer Gründung 2013 innerhalb von zehn Jahren aufgestiegen, erinnert Joswig. Und schon immer habe die Partei Stimmung gegen Minderheiten gemacht und millionenfache Abschiebungen gefordert. „Die Auswirkungen kann man seit einigen Jahren in der gesellschaftlichen Debatte, aber auch an Taten sehen“, glaubt Joswig. Denn für ihn waren diese Jahre gleichzeitig ein Jahrzehnt des rechten Terrors.

Fast jede extrem rechte Gruppe, die öffentlich wurde oder Taten verübt hat, hatte einen Bezug zur AfD, so der TAZ-Redakteur. Der neuen AfD-Fraktion im Bundestag gehören laut Joswig zudem Verfassungsfeinde und russlandfreundliche Kräfte an. Joswig meint: Die AfD ist damit eine konkrete Bedrohung für unsere liberale Demokratie – und sollte verboten werden.

Anmerkung der Redaktion

ist Journalist der TAGESZEITUNG (TAZ). Er arbeitet seit 2021 als Reporter und Redakteur im Inland und Parlamentsbüro. Seine Themenschwerpunkte sind soziale Bewegungen, die AfD und die extreme Rechte. Seine journalistische Laufbahn begann er beim Fußballmagazin 11FREUNDE. Zuvor studierte er in Potsdam Soziologie und Geschichte mit dem Schwerpunkt Rechtsterrorismus. Zuvor hat er für die Bremer Lokalredaktion der TAZ geschrieben.

Die TAGESZEITUNG (TAZ) ist eine überregionale deutsche Tageszeitung mit Hauptsitz in Berlin. Sie wurde 1978 als alternative, selbstverwaltete Zeitung gegründet – unter anderem vom Grünen-Politiker Hans-Christian Ströbele. Die Zeitung hat sich besonders in ihrer Anfangszeit an Linke, Studierende, Grüne und die Hausbesetzer-Bewegung gerichtet. Erklärtes Ziel der TAZ ist es seither, eine Gegenöffentlichkeit zu schaffen. Sie gehört heute zu den zehn größten überregionalen Tageszeitungen in Deutschland, mit einer verkauften Auflage von rund 33.000 Exemplaren (3/2025, IVW). Seit Oktober 2025 erscheint die TAZ unter der Woche nur noch digital, lediglich die Wochenendausgabe wird noch gedruckt. Die Webseite der TAZ verzeichnete im März 2026 17,2 Millionen Zugriffe monatlich (Quelle: Similarweb). Das Goethe-Institut verortet die TAZ als „grün-linkes“ Blatt und betont besonders die oft sehr kritische Berichterstattung der Zeitung. Die TAZ hat sich online gegen Bezahlschranken entschieden und gibt Lesenden auf ihrer Website freiwillig die Option, zu zahlen. Außerdem bietet sie ein reguläres Abonnement mit drei unterschiedlichen Preisstufen in einem sogenannten „Soli-Preis-System“ an, bei dem Abonnent:innen selbst entscheiden können, wie viel sie zahlen. 1980 beschloss die Belegschaft der TAZ die erste Frauenquote Deutschlands (52 Prozent aller Planstellen in jedem Bereich). 2014 wurde die TAZ zu einer Entschädigungszahlung dafür verurteilt, dass sie eine Volontariatsstelle nur für Frauen ausgeschrieben hatte und männliche Bewerber damit laut Urteil diskriminierte. Die TAZ hat neben einigen journalistischen Preisen auch mehrere Rügen des Presserats erhalten. Sie wird seit 1992 genossenschaftlich herausgegeben, um unabhängig von großen Medienunternehmen zu bleiben. Jährlich findet eine Generalversammlung statt, an der jedes der zuletzt über 25.000 Mitglieder teilnehmen kann. Die Chefredaktion teilen sich , und Katrin Gottschalk.

Originalartikel
Drei Wörter: AfD, Verbot, jetzt
DIE TAGESZEITUNG (TAZ)Gareth Joswig
02.05.2025 · 2 Minuten · Deutsch
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