Debatte
🗳 Sollte Hartz IV abgeschafft werden?
Hartz IV – keine sozialpolitische Maßnahme wurde in den vergangenen Jahren so heftig kritisiert wie das von der SPD 2005 eingeführte Arbeitslosengeld II. Menschen würden mit sinnlosen Weiterbildungsmaßnahmen gegängelt, die Sätze des Arbeitslosengelds seien zu niedrig, um eine würdevolle Existenz zu sichern und der Ruf von Hartz IV sei so schlecht, dass Millionen von Hartz-IV-Empfänger:innen unter einem Stigma litten. So und so ähnlich tönt es von Kritiker:innen seit Jahren. Die SPD, die das neue Arbeitslosengeld II damals unter Ex-Kanzler
Deshalb brachten die Sozialdemokrat:innen in den vergangenen Jahren auch immer wieder Reformvorschläge zu Hartz IV ins Gespräch. „Wir werden Hartz IV hinter uns lassen“ – mit diesem Satz machte Andrea Nahles 2018 Schlagzeilen und weckte Sympathien bei der eigenen Wählerschaft. Dieses Jahr versuchte sich der amtierende SPD-Arbeitsminister
Mit der Bundestagswahl am 26. September könnte die Debatte um Hartz IV eine neue Wendung nehmen. Denn die großen politischen Parteien schlagen in ihren Wahlprogrammen ganz unterschiedliche Ideen zur Zukunft des Arbeitslosengeldes vor. Konservative politische Kräfte wollen, dass Hartz IV bleibt. Sie argumentieren: Das Programm hat nicht zuletzt dazu beigetragen, dass es in Deutschland vergleichsweise wenig Arbeitslose gibt. Außerdem seien die Alternativen zu Hartz IV weder finanzierbar noch erstrebenswert, da sie falsche Anreize setzten. Kritiker:innen widersprechen vehement und fordern, dass Hartz IV so schnell wie möglich abgeschafft wird, weil das jetzige System menschenverachtend sei. Wer hat recht? Ist Hartz IV so schlecht wie sein Ruf? Und welche
Die wichtigsten Perspektiven
ARGUMENTE AUS DEN MEDIEN
DIE POSITIONEN DER PARTEIEN
Wir stehen zum Fördern und Fordern.
„Sinnwidrige und unwürdige Sanktionen schaffen wir ab“.
Wer arbeitet, soll mehr Geld haben.
Wir wollen das Liberale Bürgergeld
Alle Sanktionen gehören abgeschafft.
Thomas Engel
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