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🗳 Sollte die Änderung des Geschlechtes ohne Gutachten möglich sein?

10 PERSPEKTIVEN ZUR DEBATTE

DIE DEBATTE IN 30 SEKUNDEN

Wenn eine Trans*-Frau einen weiblichen Namen annehmen oder ihr Geschlecht im Pass Ă€ndern will, muss sie in Deutschland ĂŒber hohe HĂŒrden springen und schließlich ein Gericht ĂŒberzeugen. Sie muss sich psychologischen und Ă€rztlichen Tests unterziehen und vor Gutachter:innen glaubhaft machen, dass sie sich wirklich als Frau fĂŒhlt. Das Gleiche gilt fĂŒr Trans-MĂ€nner. Der Grund dafĂŒr ist das 1981 eingefĂŒhrte Transsexuellengesetz, das die Bedingungen fĂŒr eine GeschlechtsĂ€nderung seither bestimmt.

Trans*-Personen erleben diesen langwierigen Kampf mit der deutschen BĂŒrokratie oft als erniedrigend und diskriminierend. Viele Menschen in Deutschland möchten deshalb, dass die GeschlechtsĂ€nderung vereinfacht wird. Ein politischer Vorschlag ist ein sogenanntes „Selbstbestimmungsgesetz“. Das soll es Betroffenen erleichtern, ihren Namen und Geschlechtseintrag zu Ă€ndern. Jede:r soll sein Geschlecht selbst bestimmen können – nicht Gutachter:innen und Richter:innen, so die Argumentation. Doch Kritiker:innen warnen vor einer solchen GesetzesĂ€nderung. Es wĂŒrde der WillkĂŒr die TĂŒr öffnen, wenn Jede:r nach Belieben zwischen den Geschlechtern wechseln könnte, argumentieren sie. Auch manche Feminist:innen befĂŒrchten gefĂ€hrliche Konsequenzen, wenn sich MĂ€nner einfach selbst zu Frauen erklĂ€ren könnten.

Doch wie sehen die PlĂ€ne der Parteien fĂŒr eine Änderung des Transsexuellengesetz aus? Wie sollten Sie bei der Bundestagswahl entscheiden, wenn sie finden, dass offizielle GeschlechtsĂ€nderungen in Zukunft leichter – oder auch schwerer – gestaltet werden sollten?

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Sollen die Änderung des Geschlechts ohne Gutachten möglich sein?

ARGUMENTE AUS DEN MEDIEN – 4 Perspektiven

DIE POSITIONEN DER PARTEIEN – 6 Perspektiven