Debatte
🗳 Sollten Staatstrojaner verboten werden?
„Wenn deine Nachrichten, Fotos, Videos, Sprachnachrichten, Dokumente und Anrufe Ende-zu-Ende verschlüsselt sind, sind sie davor geschützt, in die falschen Hände zu geraten“ – damit wirbt der Messenger-Dienst WhatsApp. Dank dieser Ende-zu-Ende-Verschlüsselung war es auch für die meisten Behörden bisher schwer möglich, Chats auf WhatsApp, Signal und Co mitzulesen. Doch das hat sich Anfang Juli geändert: Was gängig als „Staatstrojaner“ bekannt ist, heißt offiziell „Quellen-Telekommunikationsüberwachung“ und „Online-Durchsuchung“ und ist seither auch für die 19 Nachrichtendienste in Deutschland erlaubt. Damit können die Behörden jetzt Handys und Laptops infiltrieren und die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung umgehen. Das heißt, die Geheimdienste können alles mitlesen, was auf dem Gerät ankommt, oder von ihm versendet wird. Den Einsatz dieser Staatstrojaner zu erlauben, hat die Regierungskoalition aus CDU/CSU und SPD im Juni in einer Gesetznovelle beschlossen. Er soll künftig verwendet werden, um Schwerverbrechen und Terrorattacken abzuwehren.
Doch der Staatstrojaner steht heftig in der Kritik: das neue
Ist es also gut für Deutschland, wenn sich bei der Bundestagswahl die Parteien durchsetzen, die den Einsatz von Staatstrojanern weiterhin ermöglichen wollen? Welche Parteien sind dagegen und weshalb?
Die wichtigsten Perspektiven
ARGUMENTE AUS DEN MEDIEN
DIE POSITIONEN DER PARTEIEN
Staatstrojaner sind gegen Verbrechen notwendig
Staatstrojaner bedrohen bürgerliche Freiheiten
Trojaner bedrohen digitale Selbstbestimmung
Spyware aller Art muss verboten werden
GOLEM
Friedhelm Greis
REDAKTIONSNETZWERK DEUTSCHLAND (RND)
FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG (FAZ)